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Berlin - Tel-Aviv lyrics
Berlin - Tel-Aviv lyrics
turnover time:2024-09-21 05:36:55
Berlin - Tel-Aviv lyrics

Ich bin der Stern, der auf deinem Boden schlief

Ich bin der Stern, der gefallen vor dem Himmel liegt

Ich bin der Stern, an dem du nachts die Sonne siehst

Ich bin dein Stern, Berlin, Berlin

Elli war 13

Achtundreißig, Berlin Weißensee

Der Vater darf nicht arbeiten, als Kinderarzt

Er weiß nicht mehr wie's weitergeht

Die Mutter träumt von Herzls Altneuland

Palästina, sein Herz hängt an Deutschland

Dem Deutschland Rilkes, Manns und Schuberts

Nicht dem Deutschland, das diese Angst hier zulässt

Er wird sie fortschicken

Es lässt sich nicht mehr ändern

Achtundreißig

Die letzten Tage im September

Berlin, Anhalterbahnhof

Sie winkt dem Vater durch die Scheibe und sie fahren los

Er ruft ihr nach, man soll keine Tränen weinen

Wenn man ins Land seiner Väter reist

Sie versteht nicht gleich was das heißt

Lies sie den Vater nicht zurück, eben an jenem Gleis?

Und die Welt verschwimmt vor ihren Lidern

Versinkt im "für immer" und "nie wieder"

Und sie fahren in die Nacht

Sie findet Schlaf, weil sie fühlt, dass er über ihr wacht

Und in ihrem Traum hat er Flügel

Sie träumt er fliegt in den Süden

Fliegt ihr nach in den Frieden

Nach Tel-Aviv, Hügel des Frühlings

Ich bin der Stern, der auf deinem Boden schlief

Ich bin der Stern, der gefallen vor dem Himmel liegt

Ich bin der Stern, an dem du nachts die Sonne siehst

Ich bin dein Stern, Berlin, Berlin

Acht Tage und acht Nächte auf'm Boot

Wenn der Novembersturm tobt

Hier über'm Meer und daheim in Berlin

Wegen 1000 Pfund Sterling kann der Vater nicht mehr fliehen

Und sie ausgestoßen in diese kalte Welt

Betet zu 'nem Gott den sie in Frage stellt

Während sie die Tage zählt

Die sie den Vater nicht in'n Armen hält

Und sie hegt die Dinge die ihr von zuhause bleiben:

Der Rilke-band, ein paar Kleider, ihre Geige

Auf ihrer Reise, Flucht ohne Zuflucht

Nur diese Furcht vor der Zukunft

Und er wills nicht glauben bis sie nachts vorm Haus sind

Doch sie schlagen und sie plündern, sie verhaften Tausend

Achtunddreißig, Sachsenhausen

Ein Brief aus Tel-Aviv, er ist nur froh dass sie raus sind

Die kleine Elli Weinrebe

Und dieses Heimweh, ob's irgendwann vorbeigeht?

Für das verlorene Land, dort im gelobten Land

Und sie träumt sich weit weg

Und in ihrem Traum hat sie Flügel

Sie träumt sie fliegt aus dem Süden

Fliegt zurück in den Frieden

Nach Berlin, von den Hügeln des Frühlings

Ich bin der Stern, der auf deinem Boden schlief

Ich bin der Stern, der gefallen vor dem Himmel liegt

Ich bin der Stern, in dem du nachts die Sonne siehst

Ich bin dein Stern, Berlin, Berlin

Ich bin der Stern, nach dem du so gesucht hast

Ich bin der Stern, das Funkeln in den Ästen

Ich bin verloren, im Rauch über der Landschaft

Ich bin dein Stern, Berlin, Berlin

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